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Vögel 15.07.2015

Aktiv und neugierig: Ihre Eigenschaften machen Ziegensittiche zu beliebten Heimtieren. Foto: Züpke GmbH

Ziegensittiche - aktiv und neugierig

Ihren Name haben Ziegensittiche von ihren Lautäußerungen, die an die Rufe von Ziegen erinnern sollen. Ziegensittiche, die es in verschiedenen Farbvarianten gibt, werden schon lange als Heimtiere gehalten und gezüchtet. Die große Beliebtheit der Vögel rührt auch daher, dass sie sehr aktiv und neugierig sind. Was macht die Tiere außerdem aus und auf worauf ist bei der Haltung zu achten?

von Dr. Regine Rottmayer

Ziegensittiche, die ursprünglich aus Neuseeland und den umgebenden Inseln stammen, benötigen ein größeres Platzangebot als etwa Wellensittich und Co – obwohl auch diese Vögel natürlich den maximalen Raum zur Verfügung haben sollten.

Ziegensittiche halten sich in ihrer natürlichen Umgebung viel am Boden auf und suchen dort ihr Futter. In der Heimtierhaltung ist oft zu beobachten, wie sie ihren, in luftiger Höhe angebrachten, Napf leerschaufeln, um danach das Futter vom Boden aufzunehmen.

Insofern empfiehlt es sich, flache Futter- und Wasserschalen gleich am Boden aufzustellen und so dem Verhalten der Tiere entgegenzukommen. Wenn die Schalen nicht direkt unter Sitzgelegenheiten stehen, ist das auch hygienisch unbedenklich.

Leidenschaftliche Flieger und gute Fußgänger

Ziegensittiche sind leidenschaftliche Flieger, gleichzeitig aber auch gute Fußgänger. Weil sie sich oft am Boden aufhalten und dort den Platz nutzen, reicht ein üblicher Käfig oder auch eine Zimmervoliere bei weitem nicht aus, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen.

Ideal ist es für die Tiere, wenn sie den ganzen Tag Freiflug haben -  entweder in einer vogelsicheren Umgebung oder in einer großzügigen Außenvoliere.  Auch im Winter kommen die Tiere dort gut zurecht, sofern ein geeigneter frostfreier Schutzraum zur Verfügung steht.

Die optimale Ernährung für Ziegensittiche

Ziegensittiche sind begnadete Kletterer, die große Strecken an der Volierenwand auf- und abklettern. Im Gegensatz zu anderen Sittichen müssen sie dabei nicht einmal den Schnabel als Kletterhilfe benutzen.

Zu einer optimalen Ernährung gehört eine (Groß-)Sittichmischung aus Körnern und kleinen Saaten, die täglich durch eine Auswahl von frischem Obst, Gemüse, Kräutern und Gräsern sowie ab und an tierischem Eiweiß ergänzt wird.

Da die Tiere sehr neugierig sind, kann man ihnen auch mit Beschäftigungsfutter, das sie sich erarbeiten müssen, durchaus eine Freude bereiten.

Ziegensittiche nutzen wie Aras auch ihre Füße zur Futteraufnahme. Obst- oder Gemüsestückchen greifen sie wie Papageien mit einem Fuß und knabbern dann daran.

Auf jeden Fall paarweise halten

Ziegensittiche sind keine großen Zerstörer, freuen sich jedoch immer über frische Äste und Zweige zum Knabbern. Die Sittiche baden gerne und das am liebsten mehrmals täglich. Deswegen dürfen bei der Einrichtung Bademöglichkeiten nicht fehlen.

Sie sind keine Lärmmacher, Ziegensittiche unterhalten sich den ganzen Tag in angenehmer Lautstärke miteinander. Und weil sie so kommunikativ sind, sollten sie auf jeden Fall paarweise gehalten werden.

Wer also Ziegensittiche pflegt und dabei Rücksicht auf ein paar spezielle Anforderungen wie die genannten nimmt, der wird viel Freude mit den sehr aktiven und zutraulichen Tieren haben.


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