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Vögel 18.09.2014

Nach einem aktiven Tag brauchen die gefiederten Freunde eine ruhige Nacht. Doch sollte der Vogelkäfig nicht mit einem Tuch abgedeckt werden.

Vögel brauchen ungestörte Nachtruhe

Ähnlich wie für andere Tiere und wie auch für den Menschen ist für Vögel eine ungestörte Nachtruhe sehr wichtig für das allgemeine Wohlbefinden. Für ein paar Stunden brauchen die Piepmätze Dunkelheit. Doch ist davon abzuraten, den Vogelkäfig nachts mit einem Tuch abzudecken.

von Dr. Regine Rottmayer

Der Raum, in dem die Vögel schlafen, sollte je nach Tierart zehn bis zwölf Stunden dunkel sein. Ein Wohnzimmer beispielsweise, in dem bis 23 Uhr Licht an ist und morgens ab 7 Uhr schon wieder, ist nicht optimal für eine ungestörte Nachtruhe der gefiederten Freunde. Empfehlenswerter ist es dann, dass die Vögel in einem anderen Zimmer übernachten.

Ein wichtiger Grund für einen dunklen Schlafplatz: Bei Dunkelheit wird im Körper das Schlafhormon Melatonin gebildet. Melatonin ist unter anderem wichtig für die Immunabwehr des Organismus. Die Produktion wird bereits durch geringe Mengen Licht erheblich gestört. Das bedeutet: Zu helles Licht in der Schlafumgebung wirkt sich langfristig nachgewiesenermaßen schlecht auf die Gesundheit und Vitalität aus.

Soll der Käfig abgedckt werden?

Immer wieder stellt sich die Frage: Soll der Vogelkäfig nachts abgedeckt werden oder nicht?

Diese Frage ist grundsätzlich mitNein zu beantworten. Das Abdecken des Vogelkäfigs birgt vielerlei Nachteile. Neben Verletzungsgefahren – die Vögel können im Tuchmaterial hängen bleiben - wird auch die Frischluftzufuhr über Nacht unnötig unterbunden, was sich langfristig auf die Gesundheit von Wellensittich & Co. auswirken kann.

In der freien Natur haben Vögel einen leichten Schlaf, denn sie müssen stets mit Feinden rechnen, die ihnen nach dem Leben trachten. Beim kleinsten Alarmsignal erschrecken die Tiere und flattern auf. Dieses Phänomen beobachten vielen Vogelhaltern auch bei ihren Piepmätzen – dabei kann es auch zu Verletzungen kommen. Daher sollte es im Raum eine minimale Nachtbeleuchtung geben, die quasi als „Mondlicht“ dient. Das kann etwa eine kleine Orientierungslampe für Kleinkinder sein. Diese hilft auch den Vögeln dabei, sich im Fall des Falles zu orientieren und wieder zu beruhigen.

Jalousien und Rollläden geschlossen halten

Empfehlenswert ist außerdem, Jalousien oder Rollläden geschlossen zu halten. So werden die gefiederten Mitbewohner nicht durch von außen einfallende unregelmäßig auftretende Lichter wie zum Beispiel Scheinwerfer vorbeifahrender Autos, Blitze, Feuerwerksraketen o.ä. irritiert. Bei jeder Verdunkelung ist zu beachten, dass der Wechsel von "hell" zu "dunkel" und andersherum nicht abrupt vonstatten geht – die Tiere benötigen eine kurze Dämmerungsphase, um wach zu werden bzw. um ihren Schlafplatz für die Nacht einzunehmen und zur Ruhe zu kommen.

19.09.2014


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