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Vögel 13.04.2018

Urlaubsbetreuung für Ziervögel

Damit Ziervogelhalter die Urlaubszeit unbeschwert genießen können, sollten sie sich im Vorfeld rechtzeitig um einen verlässlichen und verantwortungsbewussten Tierpfleger kümmern. Wer seine Tiere in den besten Händen weiß, kann die Auszeit vom Alltag umso mehr genießen. Und im Idealfall haben auch die Vögel währenddessen ihren Spaß.

Gastbeitrag von Gaby Schulemann-Maier, WP-Magazin

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten der Pflege von Ziervögeln, während ihre Halter im Urlaub sind. Einerseits können die Tiere im heimischen Umfeld versorgt werden, andererseits gibt es verschiedene Varianten der Unterbringung außer Haus. Alles hat seine Vor- und Nachteile, die im Einzelfall gut abgewogen werden sollten.

Gute Vorbereitung ist ratsam

Niemand kennt seine Tiere so gut wie der Halter. Deshalb ist es wichtig, dem Pfleger möglichst exakte Anweisungen zu geben, welche Maßnahmen erforderlich sind und welche Besonderheiten beachtet werden sollten. Es kann sehr hilfreich sein, hierfür eine Checkliste zu verfassen.

Ziervogelpflege zu Hause

Möchte man Ziervögeln den Stress eines Umgebungswechsels ersparen, bietet es sich an, sie zu Hause pflegen zu lassen. Wichtig ist, dass die Vögel am besten zweimal am Tag versorgt werden, also morgens und abends. Außerdem sollte der Pfleger während der Abwesenheit des Halters regelmäßig die notwendigen Reinigungsarbeiten vornehmen und genügend Zeit einplanen, um den Tieren ihren täglichen mehrstündigen Freiflug zu ermöglichen.

Man kann diese Art der Ziervogelbetreuung durch andere Vogelhalter, Verwandte oder Freunde durchführen lassen oder einen professionellen Tiersitter-Service engagieren. So oder so ist zu bedenken, dass sich derjenige, der sich so intensiv und zeitaufwendig um die Tiere kümmert, sicherlich über eine Aufwandsentschädigung freut. Bei professionellen Tiersittern ist diese Vergütung meist nicht auf freiwilliger Basis zu zahlen, sondern wird grundsätzlich erwartet – man kauft schließlich eine Dienstleistung ein.

Ziervögel bei Freunden unterbringen

Manche Verwandte oder Freunde, die möglicherweise selbst Ziervögel haben, bieten eventuell an, die Tiere für einige Zeit zu sich nach Hause zu holen und dort gemeinsam mit ihren Vögeln zu pflegen. Von Vorteil ist dabei, dass die Pfleger verhältnismäßig wenig Zeit zusätzlich für Fahrten aufwenden müssen, weil die Tiere bei ihnen vor Ort sind.

Die Gesundheit ist in diesem Zusammenhang ein ausgesprochen wichtiges Stichwort. Werden Ziervögel mit Artgenossen aus einem anderen Bestand vergesellschaftet, besteht leider immer die Möglichkeit, dass sie dadurch mit Krankheitserregern in Kontakt kommen. Es empfiehlt sich deshalb, dass man seine Tiere nur dorthin gibt, wo nachweislich gesunde oder zumindest nicht ansteckend erkrankte Vögel leben. Darüber hinaus sollte es sich von selbst verstehen, dass man seine eigenen Vögel von einem Tierarzt durchchecken lässt, denn auch sie könnten theoretisch Krankheitserreger in sich tragen, die für die Artgenossen im Haushalt des Pflegers problematisch werden könnten.

Ziervögel bei Tiersittern unterbringen

Professionelle Tiersitter sowie manche Tierheime bieten an, Ziervögel gegen Gebühr in Pflege zu nehmen. Am besten schaut man sich diese Unterbringung im Vorfeld genau an und klärt ab, ob der tägliche Freiflug gewährleistet werden kann und wie es um eine mögliche Ansteckungsgefahr in Bezug auf andere Vögel bestellt ist. Wird bei einer solchen Vorabbefragung argumentiert, alle gefiederten Pensionsgäste würden in einer Gemeinschaftsvoliere untergebracht und die Gesundheit wäre noch nie ein Problem gewesen, sollte man hellhörig werden. Dieses Vorgehen könnte gefährlich sein, weil für die Tiere ein durchaus nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko besteht. Seriöse Anbieter verlangen einen Nachweis darüber, dass all ihre Pensionsgäste gesund sind.

Adressen und Pfleger finden

Möchte man seine Vögel von einem anderen Halter pflegen lassen – vielleicht auf Gegenseitigkeit beruhend, denn dieser möchte eventuell auch mal verreisen und seine Tiere gut untergebracht wissen -, findet man beispielsweise im Internet in verschiedenen Vogelforen oft hilfsbereite und kompetente Ansprechpartner.

Tiersitter lassen sich ebenfalls über das Internet recherchieren oder man kontaktiert das örtliche Tierheim und erkundigt sich dort nach Adressen.

Nicht nur in den Ferien wichtig

Einen verlässlichen Tierpfleger zu kennen, der zur Not auch sehr kurzfristig einspringen kann, ist grundsätzlich empfehlenswert und sollte nicht nur auf die Ferienzeit beschränkt sein. Es kann leider immer geschehen, dass ein Vogelhalter sehr plötzlich erkrankt und einige Tage im Krankenhaus verbringen muss. Oder man bricht sich beispielsweise ein Bein und kann seine Tiere zu Hause nicht ohne weiteres selbst versorgen. In solchen Situationen ist es sehr hilfreich, wenn ein Anruf genügt, um die Pflege für die Ziervögel zu arrangieren.

Mit Ziervögeln auf Reisen

Manchmal findet sich trotz aller Bemühungen kein Pfleger und man steht vor der Entscheidung, seine Tiere mit in den Urlaub zu nehmen. Bei nicht allzu langen Autofahrten kann dies funktionieren, ebenso unter Umständen bei kurzen Zugfahrten. Längere Busfahrten, Schiffs- und Flugreisen scheiden aus, denn sie sind für Ziervögel zu stressig und die Tiere dürfen außerdem in aller Regel nicht einfach ins Ausland mitgenommen werden – dabei gilt es Vorschriften zu beachten. Eine intensive Planung unter Berücksichtigung der wichtigsten Details ist beim Verreisen mit Ziervögeln deshalb unabdingbar.


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