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Vögel 25.11.2016

Gebrochener Flügel: So wird der Vogel wieder gesund

Der Vogelkörper ist für das Fliegen ideal angepasst: Er muss leicht sein, die Knochen sollen stützen und den starken Muskeln der Flügel standhalten. Gleichzeitig dürfen sie nur wenig Gewicht haben. Die Knochen sind sehr haltbar, aber dennoch können sie bei einem Unfall brechen. Wie kann man dem Vogel dann helfen?

von Dr. Rolf Spangenberg

Die Knochen der Vögel sind nach dem Prinzip von Gräsern – etwa wie ein Bambus -, aufgebaut. Eine sehr stabile Hülle und ein möglichst leichtes Mark. Die Vogelknochen sind sehr haltbar, hart, jedoch splitternd. Es ist für das Tier eine Katastrophe, wenn etwa ein Flügelknochen bricht. In freier Natur sind sie dann verloren. Sie mögen sich noch eine Weile voller Schmerzen dahinschleppen, dann fallen sie aber irgendwann einem tierischen Jäger zum Opfer oder verhungern.

Auch bei Ziervögeln in menschlicher Obhut kommt es zu Unglücksfällen, wenn sie beispielsweise beim Freiflug irgendwo gegenprallen. Dann hängt ein Flügel herab oder ein Beinchen steht quer. Was ist da zu tun? Auf jeden Fall mit dem Tier zum Arzt gehen.

So lässt sich der Knochenbruch heilen

 

Bei Flügelbrüchen besteht die einfachste Methode darin, den herabhängenden, gebrochenen Flügel mit einem Streifen Leukoplast am Körper zu fixieren. Der Vogel wird zunächst unsicher herumtaumeln, sich aber bald an die Behinderung, die ihm auch die Schmerzen nimmt, gewöhnen. In wenigen Wochen sollte dann der Knochen geheilt sein. Doch kann man die Knochen auch operativ vereinigen, also nageln. Das ist notwendig, wenn sich etwa ein Greifvogel verletzt hat, der auf die Jagd abgerichtet ist, denn dann müssen die Flügel nach der Heilung wieder hundertprozentig funktionieren.

Ein Knochenbruch bedeutet natürlich Einschränkung für den Vogel, aber dank moderner Methoden kann dem Tier geholfen werden.


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