image of menu button MENU
Vögel 25.08.2016

Frisches Vogelfutter: Jetzt schon an den Winter denken

Der Spätsommer und der Herbst sind in der Natur die Zeiten des Überflusses. Auch für Ziervögel lassen sich jetzt einige Futtermittel sammeln, die sogar kinderleicht für den Winter haltbar gemacht werden können.

von Gaby Schulemann-Maier

Das Körnerfutter aus dem Handel ist für die meisten Ziervogelarten gewissermaßen „das tägliche Brot“. Es ist in der Ernährung eine wichtige Basis und kann gelegentlich um Leckereien wie zum Beispiel Kolbenhirse ergänzt werden. Auf keinen Fall sollte Frischkost fehlen, denn sowohl kleine Ziervögel mit spitzen Schnäbeln wie zum Beispiel die beliebten Kanarienvögel als auch Sittiche und Papageien fressen für ihr Leben gern Gemüse, Obst und Frisches aus der Natur.

Dabei geht es aber nicht nur um das reine Geschmackserlebnis, siehe Artikel „Bunt und lecker – Frischfutter für Vögel“. Frischkost liefert wichtige Nährstoffe, die im Körnerfutter nicht oder nur in geringen Mengen enthalten sind – wir Menschen essen schließlich auch nicht ausschließlich Brot!

Frische Naturkost auch im Winter

Einige der im Spätsommer und Herbst verfügbaren frischen Nahrungsmittel können leicht für den Winter haltbar gemacht werden. So lassen sich zum Beispiel frische Maiskolben in dünne Scheiben schneiden und einfrieren. Während des Winters können die Scheiben portionsweise entnommen und rasch aufgetaut werden. Mit Futterhaltern aus dem Zoofachhandel – bewährt haben sich hier beispielsweise Hirseclips – können sie den Ziervögeln dann regelmäßig gereicht werden, was Abwechslung auf den winterlichen Speiseplan bringt.

Wer sie sicher erkennt und weiß, wo das erlaubt ist und wo nicht, kann eine Reihe heimischer Beeren draußen sammeln und einfrieren, unter ihnen die Mehlbeeren, Vogelbeeren und Sanddorn. In kleine Gefrierbeutel oder Dosen gepackt, lassen sie sich später leicht entnehmen. Nach dem Auftauen haben viele Beeren eine nicht mehr ganz so knackige Konsistenz wie im frischen Zustand, was aber die Vögel, die einmal auf den Geschmack gekommen sind, oft nicht weiter stört. Am besten reicht man die aufgetauten Beeren in Edelstahlnäpfen, die inklusive der Hängevorrichtungen zum Befestigen am Käfiggitter im Handel zu haben sind. Diese Näpfe können sehr heiß ausgewaschen werden, was beim Verfüttern süßer Beeren der Hygiene wegen wichtig ist.

Das könnte Sie auch interessieren:

Papier, Holz oder Rinde: Vögel brauchen Abwechslung

Hirtentäschel und Wildgräser eignen sich gut als Vogelfutter

Die bei vielen Vögeln ausgesprochen beliebte Vogelmiere lässt sich leider nicht einfrieren. Durch die Kälteeinwirkung werden die feinen Zellen der Pflanzen zerstört und wenn man sie auftaut, sind sie matschig, wie man es von Blattspinat kennt. Diesen „Glibber“ fressen die meisten Ziervögel nicht gern. Anderes Grünfutter wie Hirtentäschel, die halbreifen und reifen Samenstände von Wegericharten oder einheimische Wildgräser können hingegen problemlos eingefroren werden. Wer sie im Spätherbst draußen noch findet, hat Glück und sollte zugreifen.

Übrigens bietet der gut sortiere Handel auch getrocknete Samenstände von Wildgräsern zum Verkauf an, darunter beispielsweise grüne Hirse oder Kanariensaat in der Ähre. Damit lässt sich der karge Winter für die gefiederten Pfleglinge zu einer genussreichen Zeit machen.


vorherige Seite