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Vögel 06.11.2015

Äste, Stangen, Seile: passende Sitzgelegenheiten für Vögel

Vögel verbringen, trotz Freiflug und der Haltung in teilweise großen Volieren mit Flugmöglichkeiten einen Großteil des Tages auf den Sitzstangen ihres Käfigs. Diese können sehr unterschiedlich gestaltet sein - und nicht alle sind gleich gut geeignet. Worauf ist also bei der Wahl passender Sitzgelegenheiten zu achten?

von Dr. Regine Rottmayer

Sitzstangen für Wellensittiche, Finken und Co. sollten idealerweise so angebracht sein, dass sie leicht federn, wenn die Tiere landen - wie im Baum in der freien Natur. Das schont auch die Gelenke der Tiere.

Wie im Baum auch, sollten die Tiere verschiedene Sitzmöglichkeiten haben, also verschiedene Sitzstangen mit unterschiedlichen Durchmessern. Das bietet den Tieren eine Art "Fußgymnastik". Den passenden Durchmesser haben die Stangen, wenn die Füße der Vögel gut aufliegen und die Krallen der Zehen sich nicht berühren.

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Keine Sitzstangen aus Plastik

Sitzstangen mit sehr glatten und gleichmäßigen Oberflächen sowie Sitzstangen aus Plastik mit gerillter Oberfläche führen oftmals zu Problemen und verursachen Druckstellen an den Vogelfüßen. Sandpapierüberzüge gehören nicht in den Käfig - sie können kleine Verletzungen an der Fußsohle hervorrufen, die sich sehr schmerzhaft entzünden können. An dicken Sitzästen mit passendem Durchmesser nutzen sich die Krallen ausreichend ab, andernfalls müssen sie fachgerecht gekürzt werden.

Auch Naturäste sind als Sitzgelegenheiten geeignet, zum Beispiel Ahorn, Eberesche oder Haselnuss. Sie sollten natürlich ungespritzt sein und kein Ungeziefer an sich tragen. Ein weiterer Vorteil der Äste: Die Vögel können an der frischen Rinde oder gar an Knospen und Blättern herumknabbern.

Seile und Schaukeln bieten Abwechslung

Im Zoofachhandel sind inzwischen auch viele hygienische einwandfreie, naturbelassene geeignete Produkte erhältlich. Seile und Schaukeln bieten ebenfalls Abwechslung und trainieren das Gleichgewicht.

Bei der Verwendung von Seilen muss regelmäßig kontrolliert werden, dass sich keine Fäden lösen, an denen die Tiere hängenbleiben oder sich verheddern könnten. Auch Sitzbrettchen aus Holz oder Kork nehmen die Tiere sehr gern als Ruheplatz an.


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