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Terraristik, Ratgeber 04.03.2019

Milben bei Schlangen

Ungiftige Schlangen, wie beispielsweise die wunderschönen Kornnattern, sind beliebte Heimtiere. Doch kann es passieren, dass eine Schlange auf einmal zunehmend unruhiger erscheint.

Dem Halter fällt dann auf, dass sein Tier häufig längere Zeit im Wasserbecken liegt und mit der Zeit appetitlos sowie schwächer und lethargischer wird. Bei genauerer Untersuchung fallen stecknadelkopfgroße Krümel im Wasser auf. Wenn man sie herausnimmt und auf weißem Papier zerdrückt, gibt es einen kleinen roten Fleck.

An der Schlange selber findet man diese schwarzroten Pünktchen auf der Haut, vor allem unter den Schuppen. Damit ist die Diagnose klar: Irgendwie wurden Schlangenmilben (Ophionyssus natricis) eingeschleppt. Weil sie die Schlange beunruhigen und bei stärkerem Befall einen massiven Blutverlust verursachen, muss man dagegen etwas unternehmen.

Das als "Hausmittel" empfohlene Abreiben der Schlange mit Olivenöl ist weitgehend nutzlos und schädlich, weil es Häutungsstörungen verursacht und die Hautatmung beeinträchtigt. Doch gibt es wirkungsvolle Milbenmittel beim Tierarzt. Recht gut hilft das Einreiben mit einem entsprechenden Insektizid oder das Besprühen des Terrariums mit einem Insektizidspray. Auch spezielle Strips kann man in das Terrarium einhängen. Damit lassen sich die Milben zuverlässig bekämpfen.

Doch nun kommt es darauf an, auch das Terrarium von den Milben komplett zu befreien. Hierfür wird die behandelte Schlange vorübergehend aus dem Terrarium herausgenommen und der Bodengrund mit den Pflanzen entsorgt. Das Wasserbecken, Steine und größere Wurzeln desinfiziert man durch Auskochen oder - wie das ganze Terrarium - mit einer Heißluftpistole aus dem Baumarkt.


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