image of menu button MENU
Terraristik 11.01.2018

Gesundheitscheck bei Reptilien

Wie kann man den Gesundheitszustand von Terrarientieren feststellen? Bei Säugetieren kann der Halter relativ leicht erkennen, ob es ihnen gut geht oder nicht. Aber wie sieht es bei Reptilien aus? Welche Anzeichen gibt es?

Wenn der Appetit nachlässt, die Augen trübe werden und viel geschlafen wird, wächst der Verdacht auf eine Krankheit bei Hunden, Katzen oder Vögeln. Auch das Allgemeinbefinden, die Spielfreude gibt Hinweise auf das Befinden. Das ist bei Terrarientieren leider anders. Die Bewegungen sind auch bei gesunden Individuen meistens langsam, es wird viel geruht, der Appetit kann für längere Zeit nachlassen. Wie soll man nun den Gesundheitszustand feststellen?

Die reine Beobachtung gibt schon wichtige Hinweise. Der Halter kennt seine Pfleglinge meistens recht genau, er kann ganz gut beurteilen, ob sie sich weniger oder mehr als normal bewegen. Suchen sie das Futter aktiv auf oder muss man es ihnen direkt vor die Nase legen? Auch wenn Reptilien kein Fell haben, so sieht man ihnen doch äußerlich an, ob sie glänzend und gesund oder stumpf matt erscheinen. Ein reduzierter Allgemeinzustand lässt zuerst die Augen trübe werden und einsinken, bis auch die Rippen deutlich hervortreten. Davon ist natürlich das Stadium vor einer Häutung oder der Winterruhe abzugrenzen. Schon mancher Schlangenhalter wollte seinen appetitlosen und matten Pflegling zum Tierarzt bringen, weil dessen Augen trübe wurden. Doch dann häutete er sich und ging wieder mit Appetit auf das Futter los!

Der Kot gibt einen wichtigen Hinweis auf den Gesundheitszustand. Ist er normal geformt und gefärbt oder gibt es Abweichungen? Im Zweifelsfall kann man ohne viel Aufwand eine Probe zum Tierarzt bringen. Der wird sie äußerlich betrachten - wobei man schon Durchfall, Verstopfungen oder Blutbeimischungen erkennt - und zur weiteren Untersuchung auf Bakterien und Parasiten einschicken. Da Krankheiten bei Terrarientieren meistens langsam ablaufen, muss der aufmerksame Halter schon auf erste Verdachtsmomente achten!

Bei Verdacht sollten Sie auf jeden Fall den Tierarzt aufsuchen!
 


vorherige Seite