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Hunde 19.01.2017

Überanstrengung vermeiden: So bleiben Hunde im Alter fit

Hunde sind Bewegungstiere. Sie brauchen die Bewegung und versuchen selbst im Alter, wenn sie schwächer werden, oder Schmerzen haben zu laufen. Hundehaltern fällt es also nicht schwer, ihre Senioren in Bewegung zu halten. Ganz im Gegenteil: Es ist oft schwieriger, die Bewegungslust des Hundes zu bremsen, wenn das Training ihm gesundheitlich schaden würde.

von Dr. Rolf Spangenberg

Es gibt oft zwei Extreme. Die einen Hundehalter sehen, wie ihr Liebling älter und damit gebrechlicher wird. Also wollen sie das Tier so schonen, wie sie selber auch geschont werden möchte, wenn der Körper nicht mehr so will wie früher. Diese Hundehalter verordnen ihren Tieren vor allem Ruhe, verwöhnen sie zudem mit reichlich Futter, um ihm eine Freude zu machen. Das aber hat schwerwiegende Folgen, die dem Hund alles andere als gut tun: Der Vierbeiner wird immer bequemer, dazu noch fett, was ihm wiederum jegliche Bewegung zusätzlich erschwert.

Die anderen stehen auf dem Standpunkt, dass auch der ältere Organismus noch gefordert werden muss, damit er nicht unbeweglich wird. Das ist prinzipiell der richtige Weg, doch sollte man unbedingt einiges beachten und die Bewegungen sollten dem Alter des Tieres angepasst sein.

Ältere Hunde vom Tierarzt untersuchen lassen

Grundsätzlich sollte ein Tierarzt den betagten Hund untersuchen: Sind alle Gelenke in Ordnung oder liegt eine Entzündung (Arthrose) vor? Das ist im Alter fast die Regel. Der Hund ist zwar gut darin, die Symptome zu verstecken, aber er sollte dennoch unbedingt schmerzlindernde Medikamente bekommen. Wichtig ist auch zu untersuchen, wie es um das Herz steht. Auch das lässt sich durch bloßes Beobachten nicht feststellen. Sollte der Vierbeiner eine Herzschwäche haben, helfen entsprechende Arzneimittel, die der Tierarzt verschreibt.

Nach der tierärztlichen Untersuchung ist der Hundehalter gefragt: Er sollte sehr genau beobachten, ob für sein Tier der tägliche Spaziergang länger oder kürzer, schneller oder langsamer sein kann. Richtschnur soll sein, dass der Senior durchaus gefordert wird, er aber vor jeglicher Überanstrengung geschützt wird. Dabei immer bedenken, der Hund ist nicht wehleidig, er will unbedingt leistungsfähig erscheinen!


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