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Allgemein, Hunde, Katzen 29.12.2017

Silvesterkracher: Hunde und Katzen leiden unter Lärm

Wenn es an Silvester überall knallt, ist das für viele Hunde und Katzen eine große Belastung - sie erschrecken sich vor ungewohnten Geräuschen. Wie kann man sensible Tiere an solche akustische Überfälle gewöhnen?

von Dr. Rolf Spangenberg

Mittelfristig kann man sie an allerlei Tagesgeräusche, wie Gewitter, Böller, selbst das Zischen eines Ballons gewöhnen. Dafür gibt es beim Tierarzt eine Geräusch-CD mit den üblichen Geräuschen, an die man das Tier gewöhnen möchte. Das Vorgehen: Legen Sie die CD ein und stellen Ihre Anlage ganz leise. Dann wird beispielsweise die Feuerwerksknallerei gewählt und das Tier dabei gefüttert, mit ihm gespielt oder gestreichelt. Ganz langsam - über mehrere Tage hinweg - erhöhen Sie den Geräuschpegel, bis er für Ihr Tier eine Selbstverständlichkeit geworden ist. Ziel erreicht - nun kann der Jahreswechsel kommen!

Die Gewöhnung an die unangenehmen Geräusche nimmt einige Tage in Anspruch. Was kann man noch kurzfristig vor Silvster unternehmen, um den Jahreswechsel für die Tiere so angenehm wie möglich zu gestalten? Dann muss der Tierarzt mit Präparaten helfen, die dem Tier das Angstgefühl nehmen, den so genannten Tranquilizern.

Beruhigungsmittel helfen Tieren gegen die Angst

Die kurzfristge Gabe des Mittels ist völlig unbedenklich - schädlicher ist die Angst des Tieres. Alternative, harmolosere Beruhigunsmittel, wie etwa Baldrian zeigen hingegn keine Wirkung. Und was ist mit Mitteln, wie den Bachblüten? Die haben ihre Anhänger, denen der Optimismus nicht genommen werden soll. Skeptiker erklären sich deren Wirkung damit, dass die Tierhalter daran glauben und sich dieser Glaube beruhigend auf die Tiere überträgt!

Beruhigend wirkt auch, wenn Sie selbst gelassen auf Lärm reagieren. Das wird dem Tier signalisieren, dass der Krach nicht gefährlich ist.

Auch für Kleinsäuger ist der Silvesterlärm sehr unangenehm. Da Meerschweinchen, Ratten und Kaninchen ein sehr feines Gehör haben, bedeutet Lärm Stress für die Tiere, vor dem man sie möglichst schützen sollte.


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