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Hunde 01.03.2018
Golden Retriever spielt im Schnee

Sicher durch die Kälte: Schneebrille, Pfotenschuhe und mehr für Hunde

Mit Edelsteinen besetzte Halsbänder, modische Leinen oder andere schicke Accessoires – manches sieht einfach nur hübsch aus, anderes Zubehör aus dem Fachhandel ist aber für unsere Hunde mehr als nur Schmuck. Vor allem im Winter können etwa Pfotenschuhe und Schneebrille einen wichtigen Schutz bieten.

von Dr. Rolf Spangenberg

Nicht immer mag es einfach sein, zwischen purem Luxus, sinnlosem oder gar gefährlichen Accessoires und wichtigem Zubehör zu unterscheiden. Eine gute Beratung im Fachgeschäft hilft weiter. Und natürlich spricht nichts dagegen, den Vierbeiner mit schickem Halsband, Leine oder Napf auszustatten, wenn es dem Hundehalter gefällt und vor allem bequem fürs Tier ist.

Doch nicht alles, was überflüssig erscheint, ist es auch. Dazu ein paar Beispiele:

Die Sonnenbrille für Hunde: In Hunde-Shops gibt es verschiedene Modelle von Sonnenbrillen für Vierbeiner. Die billigen Plastik-Brillen taugen höchstens für lustige Fotos. Dem Hund macht das vielleicht sogar Spaß, aber die Brillen bieten keinen ausreichenden Schutz vor der Sonne.

Anders als die aufwendig gearbeiteten und relativ teuren Schneebrillen. Sie haben tatsächlich einen Nutzen, wenn der Hund sie beim Herumtollen in Schneefeldern oder im Auto beim im Fahrtwind herausgestreckten Kopf trägt. Gewiss, das ist Luxus, doch mit gewissem Nutzeffekt für den Hund.

Hundepfoten vor Splitt und Salz schützen

Pfotenschuhe: Beim Spazierengehen mag der ein oder andere vielleicht über die Pfotenschuhe spotten. Aber Vorsicht: Bei den härtesten Hunderennen der Welt im rauen Norden, über Eis und Schnee, tragen die gewiss nicht verwöhnten vierbeinigen Sportler alle Pfotenschuhe aus Leder! Die sind dort absolut erforderlich, sonst würden die Pfoten das nicht aushalten.

Und bei uns? Im kalten Winter, auf mit Splitt und Salz gestreuten Wegen, leiden die Hundepfoten. Der scharfe Splitt schafft kleine Verletzungen und dann schmerzt das Salz schrecklich. Mit Salben kann man helfen, doch unter diesen Extrembedingungen sind Schühchen vernünftig. Man bekommt sie im gut sortierten Zoofachhandel. Doch aufpassen: Billige Plastiküberzüge nützen wenig, da der Hund sie postwendend abschüttelt. Es müssen schon gut gearbeitete Modelle sein, die leider recht teuer sind.

Zur Sicherheit: Mikrochips und GPS-Geräte

Neben der richtigen Schutzkleidung für die kalte Jahreszeit, gibt es auch Zubehör, das dem Hundehalter Sicherheit bietet, sollte der Vierbeiner einmal weglaufen.

Mikrochips: Der elektronische Chip ist eine nicht zu unterschätzende Hilfe, wenn der Vierbeiner entlaufen ist. Vorgeschrieben sind die Mikrochips ohnehin schon dann, wenn der Hund mit auf Auslandsreise gehen soll.

Bei dem Chip handelt sich um ein lediglich reiskorngroßes gewebeverträgliches elektronisches Gerät, das dem Hund vom Tierarzt meist an der linken Halsseite unter die Haut eingepflanzt wird. Wenn das Tier nun irgendwie wegkommt, weggelaufen oder gar überfahren wurde, kann es anhand des Chips einwandfrei identifiziert werden.

Seinen Hund schnell wiederfinden

Auch die Zuordnung eines bestimmten Hundes zu einem Impfausweis ist so eindeutig möglich. Alle Tierärzte, die Überwachungsbehörden sowie die meisten Tierheime besitzen Ablesegeräte. Die entsprechende Nummer wurde vom Tierbesitzer hoffentlich über den Deutschen Tierschutzbund oder Tasso gespeichert. Von dort wird dann der Besitzer informiert.

GPS-Geräte: Noch nicht weit verbreitet, recht teuer, inzwischen technisch aber nicht mehr besonders kompliziert sind GPS-Geräte, mittels denen der Aufenthalt des entlaufenen oder gestohlenen (!) Hundes jederzeit recht genau bestimmt werden kann. Hundehalter sollten sich beraten lassen, welches Gerät für ihre speziellen Anforderungen geeignet ist.


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