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Hunde 22.11.2017

©panthermedia

Ein Welpe kommt ins Haus

Ein neues Familienmitglied zieht ein! Dem Einzug vorausgegangen ist eine Nestbauphase, ähnlich der Einrichtung eines Kinderzimmers. Da werden Näpfe, Leinen, Decken, Körbchen, Halsbänder, Futter, Leckerchen und vieles mehr angeschafft.

Gastbeitrag Jannine Oberhaus, Hundesalon flott & fesch, 32130 Enger

Vor dem Kauf eines Welpen sollte der zukünftige Besitzer sich nicht nur über den Charakter der Rasse, sondern auch über dessen individuelle Ansprüche Informieren. Hier empfiehlt sich der Rat eines versierten Zoofachhändlers für Fragen zur Erstausstattung des Welpen mit Halsband, Leine, Transportmöglichkeiten im Auto, Futter usw., eine Nachfrage beim Tierarzt über die regelmäßig anfallenden Kosten für Impfungen und Wurmkuren, eine Anfrage bei der Stadtverwaltung über die anfallenden Steuern und eine Nachfrage bei einer Versicherung für die abzuschließende Haftpflichtversicherung. Darüber hinaus sollte nicht vergessen werden, dass jede Hunderasse auch Fellpflege benötigt. Auch hier empfiehlt es sich frühzeitig einen Termin beim Hundefriseur (auch Groomer oder Heimtierpfleger genannt) auszumachen.  

Warum zum Hundefriseur?

Bereits vor Anschaffung eines Rassewelpen kann ein Groomer detailliert Auskunft über die Pflegeansprüche geben. Also wie viel Aufwand die Pflege macht, welche Kämme und Bürsten benötigt werden, wie oft das Fell geschnitten werden muss und welche Kosten dabei entstehen. Bei einem Mischlingshund ist ein Hundefriseur in der Lage, das Fell zu beurteilen und  Auskunft über dessen Pflege zu erteilen, sobald er den Hund das erste Mal gesehen hat.

Entgegen der gängigen Meinung ist es nicht so, dass kurzes Fell gleich wenig Aufwand bedeutet. Neubesitzer eines niedlichen Mopsbabys sind beispielsweise nicht selten entgeistert über dessen enormen Haarverlust. Die Fellpflege ist hier zwar nicht besonders aufwändig, die Pflege der Wohnung dagegen umso mehr. Merke: Ein Mops haart, wo er geht und steht!

 

Dem Groomer stehen Möglichkeiten zur Verfügung, das Haaren einzudämmen, nicht jedoch, es zu beseitigen. Bei einem Welpen mit einfacher Fellstruktur, z. B.: Pudel, Bichon, Havaneser oder Coton de Tuléar usw. ist es wichtig zu wissen, dass diese Hunde eine sogenannte Filzphase durchlaufen. Das heißt, dass das Fell anfängt zu filzen, wenn das Welpenfell zum Erwachsenenfell wird. Manche Hunde neigen sogar Zeit ihres Lebens zum Filzen. Diese Rassen mit einfacher Fellstruktur haaren kaum und besitzen keine Unterwolle, dafür sind regelmäßige Friseurbesuche hier unerlässlich. Jeder Heimtierpfleger hat irgendwann schon einmal einen Hund mit der Schermaschine aus seinem Panzer geschält und die Erfahrung gemacht, „nichts mehr retten“ zu können. Um diese Phase zu überstehen ist regelmäßiges durchbürsten mit der richtigen Bürste Pflicht. Welche Bürste oder welcher Kamm sich für die Fellpflege am Besten eignet, ist ganz individuell – hier kann man sprichwörtlich NICHT alle Hunde über einen Kamm scheren.

Terrierfellbeispielsweise wird im regelmäßigen Turnus abgetrimmt. Dabei wird das alte, lose Fell entfernt, damit das neue Fell optimal nachwachsen kann. Hierfür hat ein Hundefriseur spezielles Werkzeug. Das Trimmen kann mittels eines Messers, eines Trimmsteines oder mit den Fingern erfolgen. Das Haaren wird dadurch deutlich weniger und das Erscheinungsbild des Hundes wird verbessert. Wird ein drahthaariger Trimmhund regelmäßig geschoren, so wird das Fell weich und lässt sich nach einer gewissen Zeit nicht mehr, bzw. nur noch sehr schlecht trimmen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die verschiedenen Hundefelle sehr unterschiedliche Pflegebedürfnisse haben, die bei der Anschaffung des Welpen unbedingt berücksichtigt werden müssen. Der regelmäßige Besuch beim Hundefriseur ist  für die meisten Hunderassen obligatorisch und für die Pflegeleichteren sehr empfehlenswert.

 

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