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Allgemein, Hunde, Katzen 30.11.2017

Tipps für tierfreundliche Weihnachten

„Fröhliche Weihnacht überall“ – bei Weihnachtsliedern, Tannenduft und Lebkuchen wächst die Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Aber wie wird die Adventszeit auch für Heimtiere zu einer fröhlichen Zeit? Hier gibt’s die Expertentipps des Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) e.V. für tierfreundliche Weihnachten.

von Antje Schreiber

Hunde mögen keinen Weihnachtsmarkt
Während es für Frauchen und Herrchen ein Vergnügen ist, auf Weihnachtsmärkten einen Glühwein zu trinken und von Bude zu Bude zu schlendern, sind Lärm und sich schiebende Menschen für Hunde eine Belastung. Auch der Einkaufsbummel im Gedränge der Weihnachtszeit ist eine stressige Tour für Hunde. Tierfreunde lassen ihre Vierbeiner daher besser zu Hause und gönnen ihnen anschließend einen langen Winterspaziergang.

Vorsicht bei Weihnachtsdeko

Raschelndes Geschenkpapier, Kerzen und der Weihnachtsbaum wecken den Spieltrieb bei Hunden und Katzen. Der Weihnachtsbaum muss daher so fest stehen, dass kletternde Katzen oder herumtollende Vierbeiner ihn nicht umstürzen können. An zerbrochenen Glaskugeln können sich die Tiere leicht verletzen. Außerdem verzichten Tierhalter besser auf Lametta, weil es bleihaltig ist und heruntergeschlucktes Lametta einen Darmverschluss verursachen kann.

Auch Plastikfolien und Geschenkbänder ziehen die Tiere magisch an. Doch sie sollten nicht lange unbeaufsichtigt herumliegen: Ins Maul genommene Bänder können sich um die Zunge wickeln oder führen bei Verschlucken ebenfalls zu einem Darmverschluss.

Beim Toben in der Nähe von echten Kerzen müssen Tierhalter ebenfalls gut aufpassen, sonst verbrennen herumwedelnde Hundeschwänze und Katzenpfoten. Am besten lassen Halter ihre Tiere, auch frei laufende Kleinsäuger oder frei fliegende Ziervögel, niemals mit offenem Feuer im Raum alleine. Heimtiere sollten auch keine Mistelzweige oder Weihnachtssterne anknabbern, da dies zu Erbrechen und Durchfall führen kann. Wenn die Tiere an bestimmten Duftölen oder an Schneespray für Fensterscheiben lecken, können sie sich vergiften. Für die empfindlichen Atemwege von Ziervögeln sind Duftkerzen und Räucherwerk problematisch, weil die eingeatmeten Stoffe Reizungen verursachen können.

 

Weihnachtsessen und Süßigkeiten sind tabu
Natürlich duftet es zu Weihnachten herrlich in der Wohnung. Doch Reste vom Festtagsmenü wie fettige und salzige Gänsebraten sind für Heimtiere ungesund. Auch vermeintliche Leckerbissen für den Hund wie übrig gebliebene Geflügelknochen sollten nicht gegeben werden: Sie splittern leicht und können den Magen und Darm verletzen. Fischgräten sind ebenfalls lebensgefährlich. Von ungewürztem Rinderhackfleisch oder Joghurt dürfen Hunde und Katzen jedoch ein wenig naschen.

Nur artgerechte Geschenke
Bei Schokolade sollten Tierhalter sich niemals von bettelnden Hundeaugen erweichen lassen: Das darin enthaltene Theobromin verursacht bei  Vierbeinern anfänglich Durchfall und Erbrechen und ist bereits in kleiner Dosis tödlich. Statt Schoko-Adventskalender bieten Tierfreunde ihren tierischen Mitbewohnern lieber einen artgerechten Tier-Adventskalender beispielsweise mit Hundeschokolade an oder gesunde und funktionale Leckerlis aus dem Zoofachhandel.

Wer seinem Tier oder einem anderen Tierhalter etwas schenken möchte, findet im Handel eine große Auswahl an Tierbedarf, das die Tiere in Bewegung bringt oder ihnen wohl tut. Intelligenzspielzeug beispielsweise fordert den Grips von Hund und Katze. Activity-Spielzeug für Nager und Vierbeiner sollte aus einem geeigneten Material hergestellt sein, unbedenklich sind Naturmaterialien, Kunststoffe und Kombinationen daraus, wie beispielsweise Gummi, Latex oder Baumwolle. Zu meiden sind Spielsachen, die beim Kauen zersplittern oder verschluckt werden können.

Einige Tierhalter nutzen auch die Gelegenheit, ihr Tier mit einer neuen Schlafstelle, einem Spielhaus oder schützender Kleidung auszustatten. Für den Winter gibt es beispielsweise spezielle Hundeschuhe, die verhindern, dass die empfindlichen Pfoten durch Eis und Splitt verletzt werden und die Wunden mit Streusalz in Berührung kommen, was zu Schmerzen führen kann.


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