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Kolumne 27.04.2016

Narkose für Kleintiere – so klappt die Operation am Hamster

Heutzutage ist eine Narkose auch bei kleinsten Tieren kein Problem mehr und Tierärzte können Kleintieren mit einer Operation helfen. Wie etwa einem Hamster, dem Dr. Spangenberg ein Bein amputieren musste. Dank einer Briefwaage und chirurgischem Fingerspitzengefühl kein Problem für den erfahrenen Tierarzt.

von Dr. Rolf Spangenberg

Als mir vor vielen Jahren ein Goldhamster mit zertrümmertem Beinchen vorgestellt wurde, grübelte ich erst einmal über der Narkose. Ein Kind hatte seinen Hamster versehentlich aufs Bein getreten und dieses musste leider amputiert werden. Mithilfe einer Briefwaage bestimmten wir das Körpergewicht des Kleinen. Dann errechneten wir mühselig die angepasste Menge des Narkotikums.

Tipps und Infos rund um die Haltung von Kleintieren gibt es im Ratgeber Kleinsäuger

Die Spritze wirkte nach wenigen Minuten und ich machte mich an die Amputation. Sorgfältig wurde jedes fadendünne Blutgefäß abgebunden, der Beinrest im Gelenk abgetrennt und die Haut sorgfältig mit einem extrafeinen Faden vernäht.

Fehlende Beinchen stört Hamster nicht

Das alles heilte prächtig und der Hamster hoppelte schon am Tag danach wieder in seinem geliebtes Laufrädchen, offenbar ohne etwas zu vermissen und ohne sonderliche Wundschmerzen.

Tiere haben eben keinen Sinn für Behinderungen. Auch Hunde mit nur drei Beinen laufen und springen munter umher, sofern sie keine Schmerzen haben! Deshalb sollte man einen  solchen Eingriff keineswegs ablehnen, wenn der Tierarzt dazu rät.


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